Dienstag, 11. Dezember 2012

Rücktritt

Nach einem knappen Jahr im Vorstand der Grünen in Bornheim bin ich gestern vom Vorstand zurück getreten. Details erspare ich dem Leser, auf Anfrage gerne mehr. Meine Erklärung:



"Ein Vorstand, der nichts zu den aktuellen Themen in der Politik zu sagen hat, muß sich auch nicht zu den Stellungnahmen von Michael P. und mir äußern. Dass allerdings diese Sprachlosigkeit ein geeignetes Mittel der politischen Führung ist, habe ich von Anfang an bezweifelt. Jetzt bleiben die Vorwürfe gegen Michael und mich im Raum stehen, werden nicht geklärt und vergiften die Atmosphäre. „Semper aliquid haeret“ * haben schon die alten Römer gewußt. Ein vernünftiger Umgang miteinander ist so nicht möglich, eine gute Vorstandsarbeit auch nicht.
Ich ziehe die Konsequenzen und trete vom Vorstand zurück.

Bornheim, 10.12.2012
Stefan Wicht





Semper aliquid haeret.
Etwas bleibt immer hängen.“ – Plutarch. Vollständig lautet das Zitat:
Audacter calumniare, semper aliquid haeret.“ – „Verleumde nur dreist, etwas bleibt immer hängen.“



(Stefan)

Latte Macciato

Ja, so muß die Latte schmecken! Und was ist der Unterschied zwischen Latte macchiato und einem Cappuccino? Das Verhältnis zwischen Milch und Espresso. Bei der Latte sind es ungefähr 2/3 Milch und beim Cappuccion nur zur Hälfte Milch. Ansonsten gleich. Wußte ich bisher nicht.

Beides läßt sich mit diesem vorgezogenem Weihnachtsgeschenk vorzüglich herstellen. Hoffentlich hebt sie eine Weile. Wir haben 5 Jahre Garantie auf unsere
"Impressa ENA Micro 9 Aroma" von Jura.









(Stefan)

Montag, 12. November 2012

Herbscht im Rheinland

Langsam wird es Zeit, mal wieder was zu posten.

Also: Sonntag, 11.11.2012. Die Narren sind wieder deutlich sichtbar auf den Beinen, wir aber wandern durch das Siebengebirge. Hier ein paar Bilder von der Wanderung rund um das Kloster Heisterbach.





Der Wald





Baum mit Vera





Stefan mit Wanderführer




Gaststätte mit Vera, man beachte unsere gesattelten Pferde!





Hotel Petersberg, innen mit Treppe und Klavier





Petersberg, außen, wo wir Kuchen gegessen haben. Sehr empfehlenswert!





Aussichtsplattform vom Petersberg, sonnig, klar, warm





Der Drachenfels. Da wandern wir das nächste Mal hin.




Blick auf den Rhein und Bonn




Wen erinnern die Bilder nicht an die Lorelei? Wir haben den Text dieses wunderschönen Liedes jedenfalls noch in der Schule gelernt.


1. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin,
Ein Märchen aus uralten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt,
Im Abendsonnenschein.

2. Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr gold'nes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar,
Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewalt'ge Melodei.


3. Den Schiffer im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenrisse,
Er schaut nur hinauf in die Höh'.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn,
Und das hat mit ihrem Singen,
Die Loreley getan.


Dienstag, 11. September 2012

Was würde wohl Marx dazu sagen?

"Guten Tag,
mein Name ist Anahita Mehdipor. Ich bin Deutsche und habe die Krankheit Migration."


So würde ich mich bei den anonymen Migranten vorstellen, nur dass eine derartige Selbsthilfegruppe nicht existiert. Zumindest noch nicht. Mein Krankheitsbild: Ich wurde im Iran geboren und erhielt von meinen im Iran aufgewachsenen Eltern einen iranischen Namen. Dann kam die Migration. Wir zogen als ich 1 1/2 Jahre alt war nach Deutschland. Hier ging ich in einen deutschen Kindergarten machte meinen Schul - und Universitäts - Abschluss und erhielt die deutsche Staatsbürgerschaft. Tja, die Folgen meiner Krankheit sind nun, dass ich fließend Deutsch spreche und schreibe und den Status Deutsche mit Migrationshintergrund besitze.

Schmerzen kommen vor allem auf, wenn ich gefragt werde als was ich mich denn fühlen würde: Iranerin oder Deutsche. Nach Lust und Laune fällt die Antwort mal negativ: "Ich fühle mich keiner Nation zugehörig" mal positiv "Ich fühle mich beider Nationen zugehörig" aus. Heute durfte ich dann beruhigend feststellen, dass ich nicht alleine mit dieser Krankheit lebe. Deutschlandradio Kultur hat einen Beitrag mit dem infizierten Journalisten Nicol Ljubic veröffentlicht. Seine Alltagssymptome mit dieser Infektion sind mir sehr vertraut.

Ich heiße Ljubic, Nicol Ljubic. "Sie sind aber nicht von hier, oder?", sagt mein Gegenüber. Ich sage dann, dass ich in Kroatien geboren wurde, und er sagt: "Sie sprechen ja aber akzentfrei Deutsch!" (...) Deutsche wie ich werden als "Deutsche mit Migrationshintergrund" bezeichnet; warum eigentlich? Warum werden wir nicht einfach als Deutsche bezeichnet wie andere auch?
(...) Meine beiden Söhne tragen auch den Nachnamen Ljubic. Sie hätten den deutsch-klingenden Namen ihrer Mutter haben können, aber das wollten wir nicht. Dieses Land soll sich daran gewöhnen, dass Deutsche auch Ljubic heißen können - obwohl sie nicht mal einen Migrationshintergrund haben.
  
Deutsche dieses Landes vereinigt Euch!


Anna


Mehr dazu: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1862535/




 


Freitag, 24. August 2012

Urlaub

Vera und ich waren in Dänemark. Immer die Nordseeküste entlang mit unserem Wohnmobil, bis nach Skagen. Sehr angenehme, weitläufige Campingplätze, die bei dem eher kalten, bisweilen regnerischen Wetter auch ziemlich menschenleer waren. Manchmal hat es gestürmt, ich würde sagen, bis Windstärke 8-9.

Der Erholungswert ist sehr hoch, weil, es ist nichts los, außer Wind, Sand, Wolken und manchmal, dann aber kräftig, Sonne. Viel spazieren gehen, lesen und überlegen, ob man lieber im Wohnmobil sitzt oder ob es draußen noch erträglich ist. Es war Mitte August!

Eine tolle Landschaft, intakte Natur, immer Wind und vorbeirauschende Wolken. Das nächste Mal wollen wir die Ostsee-Seite besuchen und die vielen Schlösser anschauen, die es auch gibt.


Hier macht der Däne sich lustig, über unseren Westwall. Na, über das, was davon übrig geblieben ist. Hat die Wehrmacht bauen lassen, die ganze dänische Küste entlang. Überall gibt es noch Bunker-Reste, Unterstände für Kanonen und Maschinengewehre. Schwer zu schleifen, also lassen die Dänen die Dinger stehen - und verschönern sie!

Drinnen oder draußen - das ist hier die Frage. Ich habe fast täglich gebadet bei gefühlten 16 Grad Wassertemperatur, aber manchmal galt doch: Richtig nett ist's nur im Bett!

Wir hatten die Fahrräder mit und sind tüchtig geradelt - oder haben tüchtig den Weg gesucht.

Es ist so: durch den immerwährenden, starken Wind ändert sich das Wetter sehr schnell. Innerhalb von ein paar Minuten wird aus Regen Sonnenschein (oder umgekehrt) und man kann wieder draußen sitzen. Das freut Frau Lehmann.

Unser Wohnmobil auf dem Campingplatz in Nord-Lyngvig, Nähe Ringköping.

So sieht die Küste weiter nördlich aus, in der Jammerbucht bei Nörre Lyngby, Nähe Lökken.

In der Ferne ein Leuchtturm, mittlerweile von einer Wanderdüne fast gänzlich verschluckt.

Der Leuchtturm aus der Nähe. Diese Wanderdüne hat auch das "Museum für Wanderdünen" unter sich begraben.



Raue See.




Blick von einer Steil-Düne. Wenn man genau hinsieht, sieht man, dass gerade ein Schiff durch die Sonne fährt.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Geburtstag

Vera hat Geburtstag und ihre Familie eingeladen. Da sind im Nu 13 Personen zusammen, und da diese Personen sofort anfangen zu reden, zu erzählen, zu kommentieren ist immer gleich Leben in der Bude. Man könnte auch sagen, man versteht kaum noch sein eigenes Wort, aber das ist wahrscheinlich Gewohnheitssache - Vera kennt die Familie ja nun seit 51 Jahren!

Sprudel ist alle, da muß man flexibel sein! Hier die Männerseite.
Wir grillen, Fleisch vom Metzger unseres Vertrauens, selbstgemachte Soßen und Dips, Kartoffelsalate und Sprudel.

Ach, da ist ja noch Sprudel! Hier die Frauenseite.


Dann regnet es doch wieder. Wir hatten gehofft, dass es sich schon ausgeregnet hätte, mehrere Schauer und ein Platzregen lagen bereits hinter uns. Doch dann schütte es noch mal richtig. Erst rückten wir unter der Markise zusammen, dann mußten wir vor Wind und Wasser doch rasch in die Wohnung. Nur Stefan grillte einsam und alleine weiter, den Grill konnte er ja schlecht mit in die Wohnung nehmen.

Dicke Wassertropfen - es regnet ohne Ende

Jedenfalls war es schön, allen hat es gefallen. Vera hat ein totschickes "iphone 4s" bekommen, das mit dem "Siri", der genialen Spracherkennung. Und hier das 1. Foto mit dem neuen Handy:

Lina - die Hauskatze


Eigentlich wollten wir nach dem Geburtstag in Urlaub fahren, in die Bretagne. Aber das Wetter ist dort eher noch schlechter als hier - kalt und regnerisch. Vera seht sich nach Sonne, Stefan nach Wasser und Meer. Da wir nichts gebucht haben, entschließen wir uns, die Bretagne in Ruhe zu lassen und nach Italien zu fahren, das Land wo die Zitronen blühen. Aosta-Tal und Ligurien sind die neuen Ziele.

Demnächst mehr davon. Jetzt wird das Wohnmobil gepackt - und auf geht's!

(Stefan)

Donnerstag, 5. Juli 2012

Zeitenwende

Ich bin jetzt in Bornheim soweit etabliert, dass ich im Vorstand der Grünen mitarbeite, mich beim ADFC engagiere und demnächst zum stellvertretenden sachkundigen Bürger im Ausschuß der Stadt Bornheim für Planung, Liegenschaften und Verkehr gewählt werden soll, aber es ist auch noch genügend Luft.

Und deshalb und weil es mir einige Tennis-Kollegen nahe gelegt haben und weil ich es einfach mal ausprobieren wollte, ist es jetzt soweit: Ich spiele Golf. Die klassische Karriere, erst Fußball (4-16 Jahre), dann Handball, Volleyball, dann Tennis so ab 45 und jetzt eben diese Sportart.

Das ist die Golfanlage in Bornheim

Um genau zu sein: Ich erlange gerade die Platzreife. Da nimmt man 8-10 Trainerstunden, bekommt die Grundlagen des Spiels erklärt, übt fleißig und erfährt die Regeln und das Verhalten auf dem Platz. Zum Beispiel, dass man Abstand halten muß, damit dem Vordermann nicht die Bälle um die Ohren fliegen. Dann gibt es eine Prüfung und dann kann man sich entscheiden, ob man in den Club eintreten will. Grundsätzlich stehen einem mit der Platzreife alle Golfplätze der Welt offen.

Das ist mein Golflehrer, Marin Morich


Es ist nicht einfach, den Ball richtig zu treffen. Haltung der Hände, der Arme, der Beine, der Hüfte, des Kopfes ... Der richtige Schläger, der angemessene Schlag, die Kraft, die Weite des Schlages, die Genauigkeit ...

Wenn man einmal eine Runde spielt mit 18 Löchern läuft man gut 10 Kilometer und ist etwa 4 Stunden unterwegs. Aber soweit bin ich noch nicht, erst kommt die Platzreife!


Ein paar Anmerkungen noch zu LAHR (Beitrag von Anna).
Lahr liegt 50 km von Straßburg entfernt, Sitz des Europaparlaments, einer Uni mit 42.000 Studenten, Arte und einer wunderschönen großen Altstadt; 50 Kilometer bis Freiburg, 100 km bis nach Basel und direkt am Fuße des Schwarzwaldes. Der Ort selber ist vielleicht so wie Brühl von der Größe und Atmosphäre her, also es gibt wahrlich Schlimmeres. Mal sehen, wie es Jonathan da ergeht. 



(Stefan)