"Guten Tag,
mein Name ist Anahita Mehdipor. Ich bin Deutsche und habe die Krankheit Migration."
So würde ich mich bei den anonymen Migranten vorstellen, nur dass eine derartige Selbsthilfegruppe nicht existiert. Zumindest noch nicht. Mein Krankheitsbild: Ich wurde im Iran geboren und erhielt von meinen im Iran aufgewachsenen Eltern einen iranischen Namen. Dann kam die Migration. Wir zogen als ich 1 1/2 Jahre alt war nach Deutschland. Hier ging ich in einen deutschen Kindergarten machte meinen Schul - und Universitäts - Abschluss und erhielt die deutsche Staatsbürgerschaft. Tja, die Folgen meiner Krankheit sind nun, dass ich fließend Deutsch spreche und schreibe und den Status Deutsche mit Migrationshintergrund besitze.
Schmerzen kommen vor allem auf, wenn ich gefragt werde als was ich mich denn fühlen würde: Iranerin oder Deutsche. Nach Lust und Laune fällt die Antwort mal negativ: "Ich fühle mich keiner Nation zugehörig" mal positiv "Ich fühle mich beider Nationen zugehörig" aus. Heute durfte ich dann beruhigend feststellen, dass ich nicht alleine mit dieser Krankheit lebe. Deutschlandradio Kultur hat einen Beitrag mit dem infizierten Journalisten Nicol Ljubic veröffentlicht. Seine Alltagssymptome mit dieser Infektion sind mir sehr vertraut.
Ich heiße Ljubic, Nicol Ljubic. "Sie sind aber nicht von hier, oder?", sagt mein Gegenüber. Ich sage dann, dass ich in Kroatien geboren wurde, und er sagt: "Sie sprechen ja aber akzentfrei Deutsch!" (...) Deutsche wie ich werden als "Deutsche mit Migrationshintergrund" bezeichnet; warum eigentlich? Warum werden wir nicht einfach als Deutsche bezeichnet wie andere auch?
(...) Meine beiden Söhne tragen auch den Nachnamen Ljubic. Sie hätten den deutsch-klingenden Namen ihrer Mutter haben können, aber das wollten wir nicht. Dieses Land soll sich daran gewöhnen, dass Deutsche auch Ljubic heißen können - obwohl sie nicht mal einen Migrationshintergrund haben.
Deutsche dieses Landes vereinigt Euch!
Anna
Mehr dazu: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1862535/
Dienstag, 11. September 2012
Freitag, 24. August 2012
Urlaub
Vera und ich waren in Dänemark. Immer die Nordseeküste entlang mit unserem Wohnmobil, bis nach Skagen. Sehr angenehme, weitläufige Campingplätze, die bei dem eher kalten, bisweilen regnerischen Wetter auch ziemlich menschenleer waren. Manchmal hat es gestürmt, ich würde sagen, bis Windstärke 8-9.
Der Erholungswert ist sehr hoch, weil, es ist nichts los, außer Wind, Sand, Wolken und manchmal, dann aber kräftig, Sonne. Viel spazieren gehen, lesen und überlegen, ob man lieber im Wohnmobil sitzt oder ob es draußen noch erträglich ist. Es war Mitte August!
Eine tolle Landschaft, intakte Natur, immer Wind und vorbeirauschende Wolken. Das nächste Mal wollen wir die Ostsee-Seite besuchen und die vielen Schlösser anschauen, die es auch gibt.
Der Erholungswert ist sehr hoch, weil, es ist nichts los, außer Wind, Sand, Wolken und manchmal, dann aber kräftig, Sonne. Viel spazieren gehen, lesen und überlegen, ob man lieber im Wohnmobil sitzt oder ob es draußen noch erträglich ist. Es war Mitte August!
Eine tolle Landschaft, intakte Natur, immer Wind und vorbeirauschende Wolken. Das nächste Mal wollen wir die Ostsee-Seite besuchen und die vielen Schlösser anschauen, die es auch gibt.
| Drinnen oder draußen - das ist hier die Frage. Ich habe fast täglich gebadet bei gefühlten 16 Grad Wassertemperatur, aber manchmal galt doch: Richtig nett ist's nur im Bett! |
| Wir hatten die Fahrräder mit und sind tüchtig geradelt - oder haben tüchtig den Weg gesucht. |
| Unser Wohnmobil auf dem Campingplatz in Nord-Lyngvig, Nähe Ringköping. |
| So sieht die Küste weiter nördlich aus, in der Jammerbucht bei Nörre Lyngby, Nähe Lökken. |
| In der Ferne ein Leuchtturm, mittlerweile von einer Wanderdüne fast gänzlich verschluckt. |
Der Leuchtturm aus der Nähe. Diese Wanderdüne hat auch das "Museum für Wanderdünen" unter sich begraben. |
Mittwoch, 11. Juli 2012
Geburtstag
Vera hat Geburtstag und ihre Familie eingeladen. Da sind im Nu 13 Personen zusammen, und da diese Personen sofort anfangen zu reden, zu erzählen, zu kommentieren ist immer gleich Leben in der Bude. Man könnte auch sagen, man versteht kaum noch sein eigenes Wort, aber das ist wahrscheinlich Gewohnheitssache - Vera kennt die Familie ja nun seit 51 Jahren!
Wir grillen, Fleisch vom Metzger unseres Vertrauens, selbstgemachte Soßen und Dips, Kartoffelsalate und Sprudel.
Dann regnet es doch wieder. Wir hatten gehofft, dass es sich schon ausgeregnet hätte, mehrere Schauer und ein Platzregen lagen bereits hinter uns. Doch dann schütte es noch mal richtig. Erst rückten wir unter der Markise zusammen, dann mußten wir vor Wind und Wasser doch rasch in die Wohnung. Nur Stefan grillte einsam und alleine weiter, den Grill konnte er ja schlecht mit in die Wohnung nehmen.
Jedenfalls war es schön, allen hat es gefallen. Vera hat ein totschickes "iphone 4s" bekommen, das mit dem "Siri", der genialen Spracherkennung. Und hier das 1. Foto mit dem neuen Handy:
(Stefan)
| Sprudel ist alle, da muß man flexibel sein! Hier die Männerseite. |
| Ach, da ist ja noch Sprudel! Hier die Frauenseite. |
Dann regnet es doch wieder. Wir hatten gehofft, dass es sich schon ausgeregnet hätte, mehrere Schauer und ein Platzregen lagen bereits hinter uns. Doch dann schütte es noch mal richtig. Erst rückten wir unter der Markise zusammen, dann mußten wir vor Wind und Wasser doch rasch in die Wohnung. Nur Stefan grillte einsam und alleine weiter, den Grill konnte er ja schlecht mit in die Wohnung nehmen.
| Dicke Wassertropfen - es regnet ohne Ende |
Jedenfalls war es schön, allen hat es gefallen. Vera hat ein totschickes "iphone 4s" bekommen, das mit dem "Siri", der genialen Spracherkennung. Und hier das 1. Foto mit dem neuen Handy:
(Stefan)
Donnerstag, 5. Juli 2012
Zeitenwende
Ich bin jetzt in Bornheim soweit etabliert, dass ich im Vorstand der Grünen mitarbeite, mich beim ADFC engagiere und demnächst zum stellvertretenden sachkundigen Bürger im Ausschuß der Stadt Bornheim für Planung, Liegenschaften und Verkehr gewählt werden soll, aber es ist auch noch genügend Luft.
Und deshalb und weil es mir einige Tennis-Kollegen nahe gelegt haben und weil ich es einfach mal ausprobieren wollte, ist es jetzt soweit: Ich spiele Golf. Die klassische Karriere, erst Fußball (4-16 Jahre), dann Handball, Volleyball, dann Tennis so ab 45 und jetzt eben diese Sportart.
Um genau zu sein: Ich erlange gerade die Platzreife. Da nimmt man 8-10 Trainerstunden, bekommt die Grundlagen des Spiels erklärt, übt fleißig und erfährt die Regeln und das Verhalten auf dem Platz. Zum Beispiel, dass man Abstand halten muß, damit dem Vordermann nicht die Bälle um die Ohren fliegen. Dann gibt es eine Prüfung und dann kann man sich entscheiden, ob man in den Club eintreten will. Grundsätzlich stehen einem mit der Platzreife alle Golfplätze der Welt offen.
Und deshalb und weil es mir einige Tennis-Kollegen nahe gelegt haben und weil ich es einfach mal ausprobieren wollte, ist es jetzt soweit: Ich spiele Golf. Die klassische Karriere, erst Fußball (4-16 Jahre), dann Handball, Volleyball, dann Tennis so ab 45 und jetzt eben diese Sportart.
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| Das ist die Golfanlage in Bornheim |
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| Das ist mein Golflehrer, Marin Morich |
Es ist nicht einfach, den Ball richtig zu treffen. Haltung der Hände, der Arme, der Beine, der Hüfte, des Kopfes ... Der richtige Schläger, der angemessene Schlag, die Kraft, die Weite des Schlages, die Genauigkeit ...
Wenn man einmal eine Runde spielt mit 18 Löchern läuft man gut 10 Kilometer und ist etwa 4 Stunden unterwegs. Aber soweit bin ich noch nicht, erst kommt die Platzreife!
Ein paar Anmerkungen noch zu LAHR (Beitrag von Anna).
Lahr liegt 50 km von Straßburg entfernt, Sitz des Europaparlaments, einer Uni mit 42.000 Studenten, Arte und einer wunderschönen großen Altstadt; 50 Kilometer bis Freiburg, 100 km bis nach Basel und direkt am Fuße des Schwarzwaldes. Der Ort selber ist vielleicht so wie Brühl von der Größe und Atmosphäre her, also es gibt wahrlich Schlimmeres. Mal sehen, wie es Jonathan da ergeht.
(Stefan)
Freitag, 29. Juni 2012
Lahr
Es ist soweit...Jonathan ist ausgewandert! Er wollte schon immer in den Süden, wo die Sonne so schön scheint, die Menschen wahrmherzig sind und die Brezel besser schmeckt. Jonathan ist in Lahr. Was das kennt Ihr nicht? Schämt Euch. Lahr besitzt seit 1956 den stolzen Status: Große Kreisstadt und liegt irgendwo im Nirgendwo von Baden-Wüttemberg. Das Wahrzeichen der "Stadt" ist der Storchenturm, sehenswert soll auch der Stadtpark sein und das alte Rathaus ist ein spätgotisches Kunstwerk. Liebe Rheinländer wisst Ihr was wirklich wunderbar an Lahr ist? Der Rhein. Unser wunderschöner Fluss, der Rhein, fliesst auch durch Lahr.
Ach ja und ansonsten gibt es in Lahr noch die Bereitschaftspolizei. Hier wird nun Jonathan sein Studium zum Polizisten beginnen. Ich bin gespannt auf seine Police Story...
(Anna)
Ach ja und ansonsten gibt es in Lahr noch die Bereitschaftspolizei. Hier wird nun Jonathan sein Studium zum Polizisten beginnen. Ich bin gespannt auf seine Police Story...
(Anna)
| Ein sehr schöner Abschiedsabend |
Dienstag, 26. Juni 2012
Zu alt für's betreute Wohnen
Also ich glaube, dass Deutschland gegen Italien diesmal gewinnt. Bisher haben wir ja in Turnieren immer verloren. Das lag daran, dass ich nicht mitgespielt habe.
Scherz beiseite. Unsere Jungs sind diesmal gut drauf. In den Interviews mit Neuer, Lahm, Hummels, Khedira, Gomez, Klose war eine ziemliche Souveränität zu spüren. Die auf Leistung und Bewußtsein über die eigene Leistungsfähigkeit beruht. Nicht überheblich, aber auch nicht schamhaft. Sondern eben selbstbewußt. Taktisch, konditionell, technisch, mental gut drauf. Die Italiener dagegen haben keine besondere Taktik. Die stehen zu viert um den Ball und machen dann irgendetwas Geniales. Das weiß keiner vorher, entzieht sich auch den Trainerweisheiten. Das macht sie unberechenbar und nicht kalkulierbar. Es wird mit Sicherheit knapp und spannend.
Ich meine alleine Buffon: "Im Fußball gibt es so etwas wie eine göttliche Gerechtigkeit, die Ausgleich schafft für alles im Leben."
Ja, das ist es doch: Ausgleich für alles im Leben! Göttliche Gerechtigkeit auf dem Platz! Wo gibt es das denn sonst? So ist das mit den Elfmetern, Abseits und nicht gegebenen Toren. Das sagt dieser Torwart. Gefällt mir!
"Andrea Pirlo ist offiziell erst 33 Jahre alt, aber das kann nicht stimmen. Pirlo hat das Gesicht eines in Ehren ergrauten Apachen-Häuptlings, seine Frisur gibt es seit etwa 30 Jahren gar nicht mehr und so wie er Fußball spielt, dürften seine Mitspieler nicht Daniele De Rossi oder Mario Balotelli, sondern Günter Netzer oder Wolfang Overath heißen."
Scherz beiseite. Unsere Jungs sind diesmal gut drauf. In den Interviews mit Neuer, Lahm, Hummels, Khedira, Gomez, Klose war eine ziemliche Souveränität zu spüren. Die auf Leistung und Bewußtsein über die eigene Leistungsfähigkeit beruht. Nicht überheblich, aber auch nicht schamhaft. Sondern eben selbstbewußt. Taktisch, konditionell, technisch, mental gut drauf. Die Italiener dagegen haben keine besondere Taktik. Die stehen zu viert um den Ball und machen dann irgendetwas Geniales. Das weiß keiner vorher, entzieht sich auch den Trainerweisheiten. Das macht sie unberechenbar und nicht kalkulierbar. Es wird mit Sicherheit knapp und spannend.
Ich meine alleine Buffon: "Im Fußball gibt es so etwas wie eine göttliche Gerechtigkeit, die Ausgleich schafft für alles im Leben."
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Wieder zu Hause - und Fußballzeit
Wir begrüßen unsere beiden Reisenden, Anna und Jonathan, mit einer kleinen Grillparty. Aus Italien haben sie uns nichts erzählt, im Blog jedenfalls nicht, was schade ist. Aber da war wohl kein Internet verfügbar. Vielleicht kommt ja noch ein Nachtrag ...
| Im Garten - es hat geschmeckt |
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