Mittwoch, 30. Mai 2012

Von persicher Gastfreundschaft, italienischen Delikatessen & deutschem Wiedersehen


Sonntag, 27.05. 2012 18:10 Uhr Ankunft in Firenze Hauptbahnhof. Wir schlendern nichts wissend gemuetlich zur Buslinie 17 und warten brav in der Schlange zum Einsteigen. Der Bus oeffnet die Tueren und ploetzlich stuermen aus dem Nichts tausend kleine italienische Omis und boxen Dich mitsamt Jeden und Alles was um Dich herum steht weg, quetschen sich in die den voellig ueberfuellten Bus hinein und lassen dann ihre Tickets von Dir entwerten. Ich bin offiziell als neue Ticketmasterin fuer die ataf (italienische Busgesellschaft) eingestellt. Wie gut der Job ist, fragt Ihr Euch? Man kommt viel rum, hoert viele italienische Anekdoten, aber die Bezahlung ist nicht all zu gut. Ueberlege daher auch zu kuendigen.
Endlich dann angekommen an der Station San Gervasio, erwartet uns ein braungebrannt-froehlicher Payam. (Als erstes wurde ich vom angehendem Doktor belehrt, wie ich meinen Rucksack richtig zu tragen haette. Typisch, man nennt die Studenten des European University Institute auch professionelle Klugscheisser.)

Der Frauenschwarm
Zuhause in der schoenen gutgeraeumigen Wohnung, man mag meinen es sei eine Villa so gross und mit wie vielen Terassen sie ausgeschmueckt ist, erwartete uns ein sehr leckeres Lubiapolo (persisches Gericht: Reis mit Bohnen). Koestlich, wir hatten seit Wochen nicht mehr so Gut gegessen. Anschliessend bekamen wir eine Fuehrung durch das Viertel inklusive einem Becher traumhaftes italienisches Eis. Als sei das nicht schon genug ueberliess uns Payam auch noch sein Bett zum uebernachten!
Am Montag haben wir erstmal die Stadt Firenze erkundet und einiges ueber die florentische Lebensweise erfahren: Hauptsache Gucci Brille, Armani Uhr & Louis Vuitton Tasche, aber ein leeres Portemonnaei und kein Geld fuers Essen. Naja, wobei das mit dem Essen stimmt nicht ganz, gegessen wird viel und das sehr Delikat!


In der Stadt trafen wir Cora, eine Freundin von Petty (die wir uebringens schon hoffentlich morgen in Kroatien sehen). Mitten auf der Strasse unter einem Tumult von Menschen haben wir uns erkannt. Schon witzig da reist mehrere tausend Kilometer von der Heimat weg und trifft Bekannte aus Deutschland!
Abends haben wir uns von Payams Mitbewohner Raphael eine leckere Spaghettisosse servieren lassen. Noch viel leckerer fande ich, den kleinen Tunkteller, der war vorher eingerieben mit Knoblauch und dann gefuellt mit Olivenoel und Balsamicoessig...hummmy sehr empfehlenswert! Nach dem gemuetlichen Abendessen sind wir auf die Abschiedsparty von Matschek gegangen. Ein lustiger, sehr zuvorkommender und sympathischer Lebemann. Er studiert mit Payam und geht jetzt fuer ein Jahr nach New York. Kaum an der Wohnungstuer angekommen, wurden wir feucht froehlich begruesst, mit der Ansage, ob wir nicht eine aufblasbare Matratze geschenkt haben wollen. (Da er nicht "soviel"  mitnehmen kann, wurden u.a. folgende Dinge verschenkt: die Kaffeemaschine, die Musikanlage, jede Menge Leckereien und die beruechtigte Matratze.)
Die Matratze lehnten wir dankend ab, aber beim Naschen hielten wir uns nicht ganz so zurueck.
Wir haben viele interessante sympathische Persoenlichkeiten kennengelernt.  Payams Clique ist eine internationale, weltoffene, viel bereiste gemischte Truppe. Es war ein sehr amuesanter und schoener Abend, wir hatten riesen Spass und haben einiges ueber die serbische, polnische, portugiesische, mazedonische und italiensche Kultur erfahren!

Rebecca, Payam, Jonathan, Bosko, Tiago, Anna, Trajche, Milena

Luisa & Anna
Gestern haben wir in einem von Payam empfohlenen kleinen gemuetlichen Lokal direkt in der Innenstadt von Florenz, mit Betuel (einer Freundin von Payam) dinniert. Und anschliessend gab es zum Umfallen traumhaft leckeres Eis und das unmittelbar am Arno (der Fluss, der durch Florenz fliesst und auf dem Payam uebrigens sich am Rudern ausprobiert). Es war Spitze!

Im Il Contadino
Jonathan, Anna, Payam, Betül
Payam & Betül
Ja und heute, heute sind wir mit Payam zur Uni gegangen. Das Institut liegt auf dem Berg von Fiesole. Wir haben in der wohl hoechst gourmethaftesten Mensa der Welt zu Mittag gespeist. Und das auf der Terasse mit einer faszinierenden Aussicht auf die Stadt. (Ach ja, und als sei die Begegnung mit Cora nicht schon aufregend genug, da treffe ich Per. Ein Stammgast von Petty und mir aus unserem Cafe Orange in Bonn.)

Betül, Anna, Per
Der Ausblick von hieraus ist wunderschoen und die schoenen Gaerten die hier sind erst! Der pure Wahnsinn, nur schade, es scheint, als ob die Studenten die idyllische Gegend kaum aufnehmen. Zumindest waren wir die einzigen Besucher der romantischen Gaerten und der faszinierenden Aussichtsplattformen. Wo doch nicht alles unsere Steuergelder hinfliessen!
War ein sehr schoener Abschluss von Florenz, wir haben gesehen wo Payam studiert und nochmal seine Freunde getroffen und die schoene Landschaft Italiens genossen. Bella Italia e la dolce Vita!

Firenze - Arno
(Anna)







Sonntag, 27. Mai 2012

Meine Meinung zu den Landtagswahlen in NRW

Die Grünen in NRW sind sehr zufrieden mit dem Wahlerbebnis. Stabile rot-grüne Mehrheit, Primärziel erreicht, Dank an die Wählerinnen und Wähler usw.

Ich bin nicht zufrieden.

Die Grünen haben gegenüber 2010 leicht verloren, 0,8%, sie haben die Beteiligung an der Regierung nicht nutzen können, um sich zu verbessern, sie stellen für einen Großteil der Wähler keine echte Alternative dar. Das finde ich insgesamt enttäuschend.

Der Grund:
Die Grünen stehen für Nachhaltigkeit. Dieses Prinzip haben sie mißachtet, weil sie die Verschuldung des Landes ungebrochen weiter vorangetrieben und mitgetragen haben.

Man möge bitte bedenken, dass Geld nur dann Wert hat, wenn es durch entsprechende Werte in der Realität gedeckt ist. Der Geldmenge muß die entsprechende Menge an realen Produkten und Dienstleistungen gegen über stehen, dann ist die Währung stabil. Sonst hat man Monopoly-Geld.

Und wenn man Jahr für Jahr mehr ausgibt als man einnimmt, dann nimmt man Werte, Produkte, Dienstleistungen in Anspruch, die einem nicht gehören. Man lebt auf Kosten der Zukunft, man verschuldet sich. Das paßt zum Spruch "Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt", der Gründungsparole der Grünen, wie die Faust aufs Auge.

Und damit verlieren die Grünen das wichtigste, was Politiker haben: Glaubwürdigkeit. Deswegen kommen die NRW-Grünen nicht voran, sondern stagnieren.

Mehr gibt es im Kern dazu nicht zu sagen. Der Rest ist jetzt Ausschmückung.




Die aktuellen Umfragen in Baden-Württemberg¸ die die Grünen bei 28% sehen, zeigen, was grundsätzlich möglich ist.
Das Thema, das die Wähler in NRW am wichtigsten fanden, war das Thema Haushalt und Finanzen.

Die CDU hat dieses Thema zu ihrem Schwerpunkt im Wahlkampf gemacht. Sie hat aber selber keine einzigen konkreten Vorschlag gemacht, wie man von der Verschuldung herunter kommen könnte.

Und die CDU auf Bundesebene hat selber die Neuverschuldung voran getrieben und hat damit jede Glaubwürdigkeit auf diesem Gebiet verspielt. 

Das hat vele Wähler des bürgerlichen Lagers zur FDP getrieben, die von der CDU und insbesondere auch von Röttgen enttäuscht waren. Immerhin hat die FDP den Haushalt des Landes platzen lassen, weil ihr die Einsparungen nicht weit genug gingen. Lindner ist es gelungen, diesen Vorgang als konsequentes, charakterfestes Verhalten der FDP zu verkaufen. Das ist ihm offensichtlich gut gelungen.
Die Stärke der SPD war die Schwäche der CDU und die Beißhemmung der Grünen. Neben einem halbherzigen, von der eigenen Basis nicht getragenem Röttgen, der einen Fehler nach dem anderen machte (keine Bereitschaft sich in jedem Fall 100% für NRW einzusetzen, Kadidatur in einem aussichtsloser Wahlkreis, Streichung der Sparvorschläge der CDU-Landtagsfraktion, Versuch Merkel mit ins untergehende Boot zu ziehen), konnte Hannelore Kraft leicht als besorgte Landesmutter glänzen mit NRW im Herzen und Ketchup im Blut.

Die SPD mußte sich nicht wirklich mit unangenehmen Fragen auseinander setzen. Z.B, wie es funktionieren soll, "kein Kind zurück zu lassen", wenn noch 100.000 Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren fehlen.  Oder was passieren wird, wenn die Zinsen steigen, die gegenwärtig auf einem historischem Tiefstand sind. Oder was die SPD plant, wenn die Konjunktur schwächelt und die Steuereinnahmen nicht mehr so sprudeln wie in den letzten 3 Jahren. Oder wie sie mit den Pensionslasten umgehen wollen, die immer mehr den Haushalt belasten werden.

Bereits heute machen die festen Verpflichtungen (Personalkosten und Ausgaben für Soziales) und die Altlasten (Zinszahlungen, Schuldendienst, Pensionszahlungen an Beamte) 65% des Landeshaushalts aus. Da bleibt nicht viel Spielraum für die Politik.

Alles legitime und notwendige Fragen, wenn man sich mit Landespolitik in der Zukunft befaßt. Sie haben keine Rolle gespielt in diesem Wahlkampf, weil die CDU schwächelte und die Grünen dies alles nicht thematisiert haben und die SPD nicht gestellt haben auf diesem Gebiet.

Den Grünen ist es dann bei zunehmender Personalisierung des Wahlkampfes - Kraft oder Röttgen - nicht gelungen, sich zu profilieren. Sie haben solide gearbeitet, sich keine Skandale geleistet und waren Motor und treibende Kraft der Regierung. Deshalb konnten sie ihren Stimmenanteil in etwa halten, haben aber nicht dazugewonnen, obwohl die Umfragen ja zunächst sehr gut aussahen.

Eine überzeugende Botschaft aber, warum man sie wählen sollte, haben sie nicht gehabt. Das Thema Atomkraft ist durch, der Schulkompromiß war gestern und für eine wirkliche finanzielle Entlastung der Kommunen fehlt das Geld.

Wenn ich das Thema vorgebracht habe, wurde mir immer entgegnet, dass a) die anderen auch alle Schulden machen würden (was nicht stimmt, keineswegs alle, weder alle Bundesländer, noch alle Kommunen und auch nicht alle Staaten innerhalb der EU)
und b) man eben die Einnahmen erhöhen müßte.

Da fällt dann immer das Stichwort Transaktionssteuer, das heißt die Besteuerung beim Kauf von Aktien und anderen Transaktionen an der Börse.

Selbst wenn sie kommen sollte, bringt sie etwa 20 Milliarden Euro jährlich bundesweit ein. Der Staat hat aber Schulden von 1,5 Billionen Euro, also 1500 Milliarden. Jeder mag sich selber ausrechnen, wie lange man diese Steuer kassieren müßte, um unseren Schuldenberg abzutragen, ich komme auf 75 Jahre.

Vorausgesetzt, diese Einnahmen würden tatsächlich zur Schuldentilgung verwendet werden. Tatsächlich wird es aber 100 gute Zwecke geben, für die dieses Geld ausgegeben werden könnte: Bildung, Schulen, Umweltschutz, Verteidigungsausgaben (wenn die internationalen Konflikte zunehmen), Energiewende ...


Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass sich die Grünen in ihrem Grundsatzprogramm für einen schlanken Staat ausgesprochen haben, also nur soviel Staat wie nötig haben wollen und stattdessen für die Zivilgesellschaft, für die Bürgergesellschaft eintreten. Das heißt, dass das, was die Gesellschaft selber regeln und organisieren kann, auch von der Gesellschaft, von den Bürgern selber erledigt werden soll und nicht vom Staat. Dies ist grüner Grundsatz! Man kann auch sagen, das ist eine Form der Basisdemokratie.

Das war für mich ein entscheidender Grund, warum ich bei den Grünen eingetreten bin.
Wir wollen keinen allmächtigen Staat, der alles regelt von der Wiege bis zur Bahre, wir wollen keine Beamte und Funktionäre, die uns auf Schritt und Tritt sagen, was wir tun dürfen und was nicht.

Das ist ein fundamentale Unterschied zur Staatsgläubigkeit der SPD, die in der umfassenden staatlichen  Fürsorge, aber eben auch Kontrolle, das Heil sieht.

Das Problem dabei ist, dass die Politiker, die die Entscheidung über die Verteilung und Verwendung der öffentlichen Gelder haben, in der Regel nur bis zur nächsten Wahl und bis zu ihrer eigenen Wiederwahl denken. Die langfristigen Probleme und die internationalen Verpflichtungen und Aufgaben, die über eine Legislaturperiode hinaus gehen, fallen dabei durch den Rost.

Kurz gesagt, und damit möchte ich hier aufhören: Die Gesellschaft, die Bürger, Vereine, Organisationen, auch die Unternehmen müssen die langfristigen Aufgaben, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft nötig sind, selber in die Hand nehmen. Die Politik in Form der heutigen Parteiendemokratie ist hier überfordert und, ich glaube man muß es so hart sagen, am Ende.
(Stefan)

Freitag, 25. Mai 2012

Portugal

Europas Schande bist du nicht.

Alles neu, total modern und dabei schoen. Die Buerogebaeude die wir am fruehen Morgen sehen konnten waren so gar nicht das was ich mir von Portugal vorgestellt hatte. Sie waren so ziemlich das erste was ich bewusst wahrnahm, nachdem ich im Nachtzug nach Lissabon erwachte. Das war vor der Einfahrt in den ersten, bekannteren Bahnhof der Stadt: Lisboa Oriente.
Endstation war dann Lisboa Santa Apolonia. Hier und auf der Fahrt zu unseren Couchsurfing Hosts, bot sich ein anderer Blick auf die Stadt und das Land. Da die Metro erst ab 11 Uhr faehrt mussten wir uns mit Bussen zu unserer abgelgene Unterkunft durchschlagen.

Wir finden die richtigen Busse erst nicht; wir stehen mit unseren riesigen Rucksaecken im Bus, der, dank Berufsverkehr, komplett ueberfuellt ist; wir zahlen uns Dumm und Daemlich, weil wir umsteigen muessen und auch die Ticketschalter noch nicht aufhaben an denen wir Tageskarten holen koennten.

Wir fahren die meiste Zeit am Meer entlang; wir sind fasziniert von der Sprache (klingt nach einer Mischung aus Ostblocksprachen, Spanisch und Niederlaendisch) und dem nicht zu zuornendem Aussehen der Leute; wir sehen riesige Bruecken, einen (wie wir spaeter erfahren, den einzigen und letzten und selten gesehenen) Polizisten der den Verkehr lenkt, ueberall Mosaik an den Haeusern und eine Stadt die auf der anderen Seite des Meeres weiterzugehen scheint.

Die Strasse die wir finden wollen existiert scheinbar nicht, aber unser Host Eduardo eilt nach einem kurzen Telefonat extra von der Arbeit herbei und bringt uns mit seinem Auto in seine Wohnung. Spartanisch und rustikal. Es stinkt und ist dreckig und es kommt uns portugiesisch vor, dass Eduardo uns ueberhaupt aufnehmen will. Warum macht ueberhaupt jemand ?als Host bei Couchsurfing mit?

Lissabon ist ein Traum. Wunderschoen. I Love. J`adore Lisboa.

Oxford hat einige von diesen kleinen Gassen und viele altehrwuerdige Gebaeude.
London und Paris faszinieren allein durch die Groesse und das scheinbare Chaos.
New York strahlt, genau wie seine Bruecken.
Barcelona liegt am Meer und hat dieses Flair.
Mailand hat seine alte Tramm.

Jetzt schaut euch mal diese Bilder an:

(Jonathan)

Lissabon Jonathan, Eduardo, Anna, Oscar




Der letzte Verkehrspolizist


Im Cafe in Malaga


Lissabon - Strassenbahn mit Trittbrettfahrer

Malaga



Malaga



Sintra



Lissabon



Lissabon









Mittwoch, 23. Mai 2012

Positiver Platzsturm

Auch wenn die Fotos aus Portugal ablenken, das wahre Leben, das schlechte Wetter, die Niederungen des Fußballs (Randale! Aktion! Platzbesetzung!) wie Abstieg und Aufstieg spielen sich hier ab! Ich bin nicht neidisch, nein, nein, ich will nicht neidisch sein!!!

Also, ich habe jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung abonniert, nach Jahren der Süddeutschen. Und sie hat schon Artikel, die gibt es woanders nicht. Z.B. eine volle Seite über die Veränderung der Arbeitswelt durch die Computerisierung vom Vorsitzenden des Chaos Computer Clubs. Große Klasse, gut geschrieben der Artikel, unbedingt lesenswert: "Bald wird alles anders sein", FAZ vom 18.5.2012.

Oder heute die WDR-Moderatorin Sonia Seymour Mikich, die mit schlaffen Venen ins Krankenhaus geht und mit künstlichem Darmausgang wieder raus kommt, allerdings nur vorläufig. "Enteignet", vom 23.5.2012. Da kann ich mitreden, Stoma, anus praeter und so.

Oder eben auch die Berichterstattung über die Fußballrandale. Wie die Aasgeier stürzen sich die Medien über die geilen Bilder, die ihnen der Fußball liefert. Mittlerweile meint ja jeder, und, was es auch nicht besser macht, jede, über Fußball mitreden zu müssen. Und dann fallen sie gemeinschaftlich über die Fans her, die überhaupt erst für Stimmung und Fankultur sorgen. Undifferenziert, hämisch, geifernd. Ich meine, wer nicht selber ins Stadion geht und die Situationen vor Ort miterlebt, sollte den Mund halten und von seinem Sofa aus einfach ein anderes Programm einschalten.





Fakt ist, dass in Düsseldorf nix schlimmes passiert ist. Ok, die Fans haben vorzeitig den Platz gestürmt, weil sie 2 Minuten vor Schluß dachten, der Schiedsrichter hätte abgepfiffen. Und da haben sie gedacht, sie wären nach 15 Jahren wieder aufgestiegen und sind auf den Platz gerannt. Viel mehr ist nicht passiert, keine Verletzten, keine Randale. Wer dafür nicht etwas Verständnis hat, sollte die Sportart wechseln.

Bemerkenswert war, dass der Richter beim DFB-Schiedsgericht sich von der allgemeinen Medien-Hysterie nicht hat irre machen lassen. Er hat gesagt (und das habe ich eben nur in der FAZ gelesen, die in solchen Dingen sehr genau ist), dass die Fans "ein übermütiges Aufstiegsgefühl ausleben wollten" und es einen "positiv besetzten Platzsturm" gegeben habe. Er hat den Einspruch von Hertha BSC abgelehnt und das Spiel für gültig erklärt.

Finde ich gut, obwohl ich die Platzstürmung und Feuerwerkskörper im Stadion überhaupt nicht gut finde. Aber so rennen die Fans halt auf den Platz (so auch bei Aachen gegen Frankfurt), springen 30 Minuten herum und dann trollen sie sich.

Das ist doch etwas ganz anderes als wenn "Fans" des FC Köln Autos und Busse von Mönchengladbacher Fans überfallen und demolieren, prügeln und schlagen. Oder wenn einem Spieler von Leverkusen in einer Kölner Disco von "Fans" die Nase gebrochen wird. Das sind kriminelle Handlungen, die auch als solche behandelt werden müssen.

Also genau hinschauen, nicht alles was nach Gewaltorgie aussieht, ist auch eine. Und im Falle von Düsseldorfer Platzsturm und auch in Aachen hat sich die Polizei flexibel und klug verhalten und dafür gesorgt, dass die Situation nicht eskaliert. Das ist nicht selbstverständlich und längst nicht immer so.

(Stefan)


Nachtrag (im Eintracht-Blog gefunden):


Bayern Ultras randalieren nach Niederlage im Champions-League-Finale




Und noch ein (seriöser) Nachtrag, der mir aus der Seele spricht:
http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11190341


Dienstag, 22. Mai 2012

Fotos, Fotos, Fotos


Lissabon - Mit Blick auf die Stadt


 Málaga - Altstadt


Málaga - Am Hafen


Málaga - Basketball spielen vor Ninas Apartment

Freitag, 18. Mai 2012

Viva baloncesto español...und mein grosser Schokibaer

Ja so ist das mit dem Schokibaer, da will man ihn um 12 Uhr mit einem schoenen Kuchen und Kerzchen ueberraschen, und was macht er? Jonathan hat just heute riesen hunger auf Schokolade und kauft sich zwei dicke Kuchen im Corte ingles, na Klasse!
Aber ich waer ja nicht eine kluge Frau, wenn ich nicht meinen Schokibaer kennen wuerde. Plan B...2 Karten fuer die spanischen Playoffs, Valencia - Lagun. Ich denke das ist ganz gut gelungen. Wir in oranger Vollmontur & guter Laune und es hat sich auch noch ausgezahlt die Jungs von Valencia haben gewonnen & die orangen Fans die Halle gerockt! Ich sag Euch, die Fussballfans bei uns in Deutschland machen im Stadion Stimmung, aber die Basketball-Fans von Valencia lassen die Stadt beben!
So genung vom baloncesto español & dem Schokibaer, jetzt geht es los Richtung Málaga zu Nina...






Mittwoch, 16. Mai 2012

First Stop Valencia

In 32h nach Valencia. Mit langsamen Zuegen ueber Aachen, Luttich, uva, . in 10h nach Paris. Wir steigen in Bahnhoefen um an denen sonst keine Menschenseele zu sehen ist.
In Paris haben wir bei guten Freunden von Annas Eltern schlafen koennen. Typische Pariser Wohnung.Winzig, aber sehr suess eingerichtet. Wir kommen an und schlafen 10min spaeter auf der Ausklappcouch im Wohn-/Esszimmer. Morgens gab es typisch persischen Tee und einen Blick in den Buchladen unserer Gastgeber.
Dann mit TGV 1.Klasse bis ueber die spanische Grenze (Les Figueres), 1000 Km in einem Zug, Abfahrt 7 Uhr, Ankunft halb 1. Vom Sitzplatz aus sehen wir gleichzeitig das Meer und Berge mit Puderzucker.
Ankunft in Les Figueres, dann in Barcelona. Nach vielen Tunnel endlich Valencia!

Nach einem ersten Spurt durch die Stadt sitzen wir jetzt in einem Hostel indem es leider keinen Schlafplatz mehr fuer uns gibt, dafuer aber Internet und wir koennen am Blog weiter schreiben. Anna hat gerade die Fotos hochgeladen und studiert jetzt die Karte.

Valencia ist.. gibt viele superlative, bisher ists einfach Klasse (Gruss an Pay und Mac) hier.


 Merci beaucoup pour votre hospitalité